Sprachentwicklungsstörungen

Spezifische Sprachentwicklungsstörungen können sich sowohl im Sprachverständnis als auch in der Sprachproduktion zeigen.

Sie umfassen alle Störungen der Sprache, die sich ausprägen auf der Ebene

  • des Wortschatzumfanges
  • des Wortabrufes
  • der Grammatik
  • Lautentwicklung

Wortschatz:

Die Anzahl der Wörter, die in der Spontansprache zur Verfügung stehen, um zu kommunizieren nimmt nicht oder nur langsam zu. Das Kind ist in seiner Fähigkeit Ereignisse und Erlebnisse nachvollziehbar zu beschreiben eingeschränkt. Bei ausgeprägten Störungen ist auch das Sprachverständnis eingeschränkt. Die Kinder reagieren nicht oder fehlerhaft auf Fragen und Aufforderungen.

Wortabruf:

Die Kinder verfügen über einen angemessenen sog. passiven Wortschatz, d. h. sie können einen Begriff aus zwei Alternativen auswählen. Bei spontanen Formulierungen gelingt es ihnen jedoch häufig nicht, diesen passiven Wortschatz zu aktivieren, sozusagen die "richtige Schublade" zu öffnen.

Grammatik:

Zum einen werden Sätze in ihrer Wortfolge verändert. Das Tätigkeitswort steht häufig am Ende des Satzes, oder es fehlen Satzteile.

Zum anderen zeigen sich Fehler bei der Verwendung von Artikeln, bei Pluralbildung, Verbbeugung und Zeitbestimmung.

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